Schweizer Soldaten tragen Waffen offen – wir kriechen vor dem Terrorismus nicht zu Kreuze

Schweizer Soldaten tragen Waffen offen – wir kriechen vor dem Terrorismus nicht zu Kreuze
von Bruno Buchs, 10.09.2017

Illustration von D.

Im Blick konnte man lesen, dass ein Milizsoldat auf dem Weg zum Schiessstand, um seine ausserdienstliche Schiesspflicht zu erfüllen, sein Sturmgewehr offen geschultert hatte. Schüler sahen dies und informierten die Polizei, welche einen Einsatz auslöste.

Die Schüler – es hätten auch Erwachsene sein können – agierten entsprechend ihrem, seit dem Beginn der Terroranschläge in Europa durch die Medien geprägten, Weltbild. – Die Sicht einer Waffe wird als eine abnorme Situation eingestuft und mit Terrorismus in Verbindung gebracht.

Niemand ist gegen Vorsicht, wenn die Möglichkeit eines Terroranschlags bestehen könnte. Solche Fehlalarme finden hierzulande ab und zu statt und werden dann jeweils in den linksgesteuerten Medien und den Boulevardblättern sensationnell ausgeschlachtet.

Unser Milizarmee-System, dem tragenden Grundpfeiler unserer Demokratie und Unabhängigkeit, und das ausserdienstliche obligatorische Schiesswesen der Soldaten, werden mehr und mehr in ein schlechtes Licht gerückt. Der Bürgersoldat solle sein Sturmgewehr verdeckt halten, wenn er zum Schiessstand geht oder einrückt! – Er solle sich sonst gar als Gefahr für die öffentliche Sicherheit sehen!

Dazu kommentierte ein gewisser Beat Mühlemann, Schützenmeister im Schützenverein Aeugst am Albis ZH, gemäss dem Blick.

«Das Militär ist gefordert, in der RS und im WK müssen die Leute darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie die Gewehre eingepackt transportieren sollen.»

Dem Herrn Schützenmeister Mühlemann sagen wir klipp und klar: Nein, wir kriechen vor dem Terror und den Terrorängsten nicht zu Kreuze.

Die Schweiz hat aus guten Gründen eine allgemeine Wehrpflicht: nur das bewaffnete Volk kann das Volk verteidigen. Das Volk, die Armee und die Milizsoldaten sind eins und haben sich weder zu verstecken noch sich in ein schlechtes Licht setzen zu lassen.

Wenn das Volk über seine militärische Organisation dem Milizsoldaten eine Waffe anvertraut und im Gegenzug von ihm erwartet, im Ernstfall mit Leib und Leben, bis zum letzten Schuss, das Schweizervolk zu verteidigen, so soll er diese Waffe in Erfüllung seiner militärischen Obliegenheiten mit Stolz und offen tragen dürfen. Er darf von seinen Mitbürgern auch Vertrauen und Anerkennung erwarten.

Sei es zu Fuss, mit dem Fahrrad oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln, der Schweizer Bürgersoldat soll im Rahmen seiner militärischen Obliegenheiten, sei es in Uniform oder in Zivil, seine Waffe offen tragen. Dies ist Tradition und wir kriechen vor dem Terrorismus nicht zu Kreuze.

Die schleichende Kapitulation vor dem Terrorismus, mithin die Aufgabe unserer Werte und Traditionen, ist ein immens höherer Preis als die Kosten sporadischer Fehlalarme.

10. August 1792 – Der König befiehlt den Schweizern die Waffen zu strecken

von Robin Udry, Generalsekretär proTELL

Nachstehende Rede finden Sie in französischer Sprache auf  YouTube: https://youtu.be/zbZ2_NyeR6E

10. August 1792 – Der König befiehlt den Schweizern die Waffen zu strecken

Am 10. August 1792, durch falsche Versprechungen und widersprüchliche Neuigkeiten getäuscht, beschloss der französische König Louis XVI das Schloss der Tuileries aufzugeben und sich unter den « Schutz » der Assemblée nationale, der Nationalversammlung, zu stellen.

Eskortiert durch eine Kompanie Schweizer Soldaten unter der Befehlshoheit des Hauptmanns von Erlach, flankiert durch 50 Grenadiere des Bataillons Filles Saint-Thomas, ergaben sich der König und seine Familie der Nationalversammlung. Während endlosen, blutigen Stunden ergingen über  die Eskorte  des Königs, dann auch über die zur Verteidigung der Tuileries beorderten Soldaten, die wütenden Angriffe einer in Rage geratenen Menschenmenge die nach Vergeltung schrie.

In der Verwirrung dieser dunklen Stunden wurde eine Anweisung des Königs an die Schweizer, sich in ihre Kasernen zurückzuziehen, durch einen Emissär falsch ausgelegt; die Schweizer machten sich daher auf, dem in der Nationalversammlung festgehaltenen König zu Hilfe zu eilen. Die Schweizer, welche dem König auf ihre Ehre Treu und Schutz geschworen hatten, kamen erst nach schweren Verlusten dort an; zu dieser Stunde aber war der König bereits seiner Macht enthoben. – Im Glauben, die Schweizer noch retten zu können, befahl er ihnen, die Waffen vor der Garde nationale, der Nationalgarde, niederzulegen.

Damit unterschrieb er das Todesurteil für seine treuen Schweizer.
Sein Befehl vom 10. August 1791 ist im Museum Carnavalet erhalten geblieben und lautet: « Le Roi ordonne aux Suisses de déposer à l’instant leurs armes et de se retirer dans leurs casernes », der König befiehlt den Schweizern sofort ihre Waffen niederzulegen und sich in ihre Kasernen zurückzuziehen. Von den 950 Schweizer Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten wurden 850 zwischen dem 10. August und dem 3. September 1792 niedergemetzelt. Dieses unglaubliche Blutbad ergab sich durch das Zusammenstossen der Befehle eines schwachen und unentschlossenen Königs, und der Barbarbarei durch Jakobiner und Revolutionäre aller Art aufgebrachter Menschenmengen, welche auf die unerschütterliche Disziplin der Schweizer Regimente in fremden Diensten prallten.

Die Nachricht über diese Massaker verbreitete sich wie ein Lauffeuer und löste in der Schweiz grösste Empörung aus. Das Massaker in den Tuileries und die dabei durch die Schweizer erlittene Barbarei setzten den seit 1453 (erste Allianz zwischen Frankreich und der Schweiz), guten Beziehungen zwischen dem französischen Königreich und der Schweiz (Tagsatzung) ein Ende.

10. August 2017 – die EU befiehlt den Schweizern die Waffen zu strecken

225 Jahre liegen zwischen diesen beiden Befehlen aber es steckt immer noch die gleiche Absicht hinter diesen Worten: Entwaffnen! –  Im Jahre 2017 ist es nicht mehr ein « König von Gottes Gnaden » welcher befiehlt, sondern eine selbsternannte Europäische Kommission die jeglicher demokratischerer Legitimität entbehrt. Deren Allmacht trifft nicht nur die Polen, welche gegen eine Gesetzesänderung sind, die Tschechische Bevölkerung, die Freiheit und Sicherheit hochhält, aber auch die Ungarn, welche ganze Kontingente illegaler Migranten zurückweisen.

225 Jahre später ertönt noch immer die gleiche Leier: Die Schweizer sollen ihre Waffen strecken!

Dem kann man nur die Worte des Wachtmeisters Blaser aus Solothurn entgegenhalten: «Wir sind Schweizer und Schweizer geben ihre Waffen nur mit dem Leben».

Savièse, 10. August 2017, Robin Udry, Generalsekretär von proTELL

 

 Am 7. August 1817 beschloss die eidgenössische Tagsatzung den 345 Überlebenden des Regimentes der französischen Schweizergarde eine Erinnerungsmedaille zu verleihen und im Jahre 1818 organisierte Karl Pfyffer von Altishofen, ein Offizier der Schweizergarde, welcher zur Zeit des Massakers in den Tuileries im Urlaub weilte, eine Sammlung für die Errichtung eines Ehrenmals für seine toten Kameraden. In den Jahren 1820 und 1821 wurde das berühmte Löwendenkmal in den ehemaligen Sandsteinbruch bei Luzern gemeisselt um an die Tugenden der Schweizer Soldaten im Dienste Frankreichs zu erinnern. Die in Stein gemetzte Devise lautet Helvetiorum Fidei ac Virtuti (der Treue und der Tapferkeit der Schweizer). 

Mit jährlich mehr als 1.4 Millionen Besuchern ist dieses Denkmal eines der meist besuchten der Schweiz.