Freiheitliche Rechte – wir sind gefordert

Freiheitliche Rechte – wir sind gefordert

von Bruno Buchs, 22.05.2019

Am 19.05.2019 haben wir, das Lager der Verfechter freiheitlicher Rechte im Waffenwesen, an den Urnen eine Niederlage einstecken müssen. Wir sind Demokraten und akzeptieren den Entscheid der Mehrheit von 63.7% der 43.3 % Stimmberechtigen, die an der Abstimmung teilgenommen haben.

Aus dem Resultat folgt, dass 27.6% der Gesamtzahl der Stimmberechtigten der Schweiz dem Willen von Bundesbern und der Wirtschaftslobby gefolgt sind und sich 15.7 % dagegengestellt haben. Dies relativiert das Abstimmungsresultat natürlich nur in dem Sinne, dass nicht wirklich bekannt ist, wie die urnenabstinente Mehrheit von 56.7 % der Stimmberechtigten, die ihren Willen nicht kundgetan hat, zu diesem Thema eingestellt ist.

Grundwerte lassen sich im politischen Kampf immer schwerer « verkaufen ».
Wir sind aber von der direkten emokratie und den ewigen Werten, für die unsere Vorfahren gekämpft haben, wie die Freiheit, die Unabhängigkeit und die Selbstbestimmung, zutiefst überzeugt. Es sind Werte, die unsere Generation zu getreuen Händen erhalten hat und die wir unter keinen Umständen aufgeben dürfen: sie gehören nämlich nicht alleine uns, sondern den Schweizer Bürgerinnen und Bürgern vergangener, heutiger und künftiger Generationen.

Das freiheitliche Waffenrecht gehört zu den unabdingbaren Rechten der Schweizer. Es ist, zusammen mit der Milizarmee, des Volkes Garant, dass kein tyrannisches Regime, welches alleinig über Waffen verfügte, unsere Demokratie durch ein totalitäres System ersetzen kann.

Am 19.05.2019 waren etwa 28 % der Stimmberechtigten Schweizer bereit, Rechte aufzugeben, weil sie potentielle Konflikte mit der EU scheuen. Nicht ganz 16% waren jedoch willig, für unsere Freiheiten einzustehen und diese zu verfechten. – Beide Lager könnten gfs. durch die künftigen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zu einer anderen Meinung gelangen.

Bei den ca. 57%, die nicht am Urnengang teilgenommen haben, stehen wir nun in der Pflicht, Informationsarbeit zu leisten. Wir müssen die Werte der Schweiz wieder ins Bewusstsein rücken und wenigstens einen Teil dieser  Stimmberechtigten zurück an die Urne bringen. Wir fördern das Schiesswesen und das freiheitliche, private Waffeneigentum – im Rahmen des Waffenrechts – für gesetzestreue Bürgerinnen und Bürger und wir fördern die Landesverteidigung.

Wir haben  am 19.05.2019 eine Schlacht verloren.
Es wäre nun billig, ja verwerflich, zu jammern, wir seien unter die Räder einer gigantischen Propaganda Maschinerie der Wirtschaftslobby, mit Hilfe von Bundesbern, die über praktisch unbegrenzte Mittel verfügte, gekommen.
Dies tun wir nicht, wir sagen, dass wir uns unsere Niederlage selbst zuzuschreiben haben.  Die Verbände, aber auch jeder Waffenbesitzer, Schütze, Sammler oder Jäger muss sich jetzt fragen: was haben wir, was habe ich, versäumt oder falsch gemacht, dass unsere freiheitliche Waffentradition so viel an Stellenwert in unserer Gesellschaft verloren hat und was kann ich jetzt tun um das Steuer herumzureissen ?

Mithin geht es ja nicht nur um freiheitliche Rechte im Waffenwesen, es geht um unsere Freiheit im weitesten Sinne.

 

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