Frau Maja Briners ideologischer Mumpitz in Sachen PROTELL

Frau Maja Briners ideologischer Mumpitz in Sachen PROTELL

Von Bruno Buchs, Einzelmitglied von PROTELL

Zum Artikel von Frau Maja Briner in der Luzerner Zeitung vom 15.04.2018:

„Pro Tell sucht einen Präsidenten – und sich selbst
Nach prominenten Abgängen versucht der Waffenlobby-Verein Pro Tell, sich einen gemässigteren Anstrich zu geben. Radikalen Forderungen erteilt er eine Absage – zumindest vorerst. Der Präsidentenposten bleibt indes verwaist.“

http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/schweiz/pro-tell-sucht-einen-praesidenten-und-sich-selbst;art178472,1234338

 
Nach der Lektüre des Artikels von Frau Maja Briner in der Luzerner Zeitung möchte man sie sogleich für den Swiss Press Award nominieren und zwar in einer neu zu schaffenden Kategorie „ideologischer Mumpitz“.

Man sollte sich schon ein wenig informieren bevor man zur Feder greift
Schon der Titel ist extravagant: „Pro Tell sucht einen Präsidenten – und sich selbst.“
Frau Briner hätte als Erstes die richtige Schreibweise von PROTELL auf der website www.protell.ch nachsehen können: da steht PROTELL und nicht Pro Tell. Auch solche  Kleinigkeiten trennen halt Journalisten von Schreiberlingen. Seriöses Recherchieren, zumindest in den öffentlich zugänglichen Quellen, wäre angetan. So hätte Frau Briner in die Informationskanäle von PROTELL hineinschauen können um deren Positionen, wenigstens Ansatzweise zu verstehen, und um die tatsächlichen Ziele und Aktionen der PROTELL Mitglieder und des Vorstands gebührend in den Artikel einzubringen, ggfs. aus kritischer Sicht, aber aufgrund von Fakten. Stattdessen reflektiert der Artikel Gedankengut, das offensichtlich aus zweiter Hand stammt, z.B. aus der vor der PROTELL Generalversammlung vom 14.04.2018  in der Presse gegen PROTELL losgetretenen Hetzkampagne. Der Artikel strotzt vor ideologiegesteuertem Mumpitz.

Vor 40 Jahren und heute der gleiche Kampf, es geht um unsere Rechte und Freiheiten
Vor vierzig Jahren wurde PROTELL ins Leben gerufen. – Die Gründer kämpften seinerzeit gegen die Schikanierung der Waffenbesitzer- und sammler durch kantonale Waffengesetze, die überall in der Schweiz florierten.
Befragt man alte Kämpen der ersten Stunde, wie z.B. Frank Leutenegger, der auch heute noch an vorderster Front die freiheitlichen Rechte der Waffenbesitzer verteidigt, so hat sich seit den 70er Jahren im Grunde nichts geändert.

Gesetzestreue und redliche Bürgerinnen und Bürger, sei es mit PROTELL, sei es in anderen Organisation, wehrten sich damals und wehren sich auch heute noch dagegen, dass die Kantone, der Bund und nun auch die EU über immer schärfere Auflagen und Restriktionen, mit Scheinargumenten und Etikettenschwindel (man schiebt den Kampf gegen Terrorismus vor, drangsaliert aber nur Bürgerinnen und Bürger) , die freiheitlichen Rechte im Waffenbereich beschneiden und gesetzestreue Waffenbesitzer einem Generalverdacht unterwerfen und im Effekt kriminalisieren.

Rückkehr zu den Werten und Aufbruch in den Kampf
An der denkwürdig bewegten, aussergewöhnlichen AG vom 17.06.2017 im Albisgütli hatten die anwesenden Mitglieder den Grundstein für die Erneuerung von PROTELL gelegt. Der seinerzeitige Vorstand wurde durch die ca. 500 anwesenden Mitglieder abgewählt, oder,  sagen wir es gerade heraus, „demokratisch geschasst“.  Ganz klar waren weder die Geschäftsführung noch die Ausrichtung und auch nicht die Kommunikation des Vorstands im Einklang mit dem Willen der obersten Instanz von PROTELL, den Mitgliedern und deren Mitgliederversammlung. PROTELL kehrte im Albisgütli zu dem zurück, wofür die Gründer von PROTELL einstanden: den Kampf für ein freiheitliches Waffenrecht.
Seither agiert  PROTELL unter dem Motto „mit uns ist das Waffenrecht nicht verhandelbar“ im dezidierten Kampf gegen die Überführung der EU Richtlinie 2017/853 in unser Landesrecht.

Kein Chaos, mehr Professionalität
Das neue Vorstand fand, wie es die Mitglieder hören mussten, die Organisation von PROTELL in einem desolaten Zustand vor und es bedurfte grösster Anstrengungen um in den verschiedenen Bereichen Ordnung zu schaffen. Einige Altlasten sind scheinbar immer noch in Abarbeitung.
Von einem Chaos kann jedoch keine Rede sein und die „turbulenten Zeiten“ sind hinter uns. Die Gesellschaft hat sich an der AG vom 14.04.2018 ordentlich aufgestellt präsentiert und der Vorstand habe in den verschiedenen Bereichen die Professionalisierung abgeschlossen oder sei auf dem Weg dazu.

Journalisten bleiben an der GV aus triftigem Grund draussen!
Den Umstand, dass die Medienarbeitenden am 14. April am Hauptteil der AG schlussendlich nicht zugelassen wurden hat wohl einen triftigen Grund: in den Tagen vor der GV wurde nämlich durch die Presse eine Hetzkampagne mit bösartigen Unterstellungen, wie z.B. die behauptete Radikalisierung,  gegen PROTELL losgetreten. So ist es eben, die Gegner unserer Freiheiten fahren ihre Geschütze auf und feuern aus allen Rohren.  PROTELL wird sich dadurch nicht von ihrem Kurs abbringen lassen und seitens der Mitglieder  ist man nicht bereit, gleich auch noch die zweite Backe hinzuhalten.
Als Einzelmitglied von PROTELL sage ich: nein, Journalisten habe bei internen Diskussion unserer Gesellschaft nichts zu suchen, insbesondere Medienvertreter, die unsere Anliegen nur durch ihre ideologisch-waffenfeindliche Brille sehen und aus Prinzip PROTELL  an den linken Pranger stellen.

Was soll bei der Suche eines neuen Präsidenten so dringend sein?               
Wenn noch ein wenig Zeit vergehen mag bis ein neuer Präsident, der Deutschschweizer und politisch vernetzt sein soll, eingesetzt werden kann, so wird es wohl daran liegen, dass die Auswahlgremien die Kandidaten gründlich evaluieren und nicht unnötig in Hast verfallen. Die Organisation ist stark genug um den Kampf in dieser Übergangszeit effizient zu führen.

Noch mehr Mumpitz …
Von Frau Briner liest man ferner „Die Versammlung lehnte es ab, eine Initiative zu lancieren, die das Recht auf Tragen von Waffen verlangte „ …. „Das dürfte vor allem Taktik sein: Die radikalen Töne haben einige Mitglieder vor den Kopf gestossen; die Aargauer SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger gab gar den Austritt.

Wir sind „radikal“ demokratisch
Bei PROTELL haben die Mitglieder das Sagen und zwar über demokratische Entscheide und Wahlen an der GV. Die Mitglieder haben am 14.04.2018  an der GV den Kurs von PROTELL fast einstimmig bestätigt und liegen damit genau auf der Linie des Vorstands welcher aus den Herren Addor, Udry, Desax, Bujès, Comment,  Stoller und Heim besteht. Diese Herren haben wohl sicher alle das ihrige in die strategische Ausrichtung des Vorstands der Gesellschaft eingebracht. Die Zeiten der Autokratie sind vorbei. – Es gelten die Beschlüsse der GV, auf Anregung des Vorstands oder aufgrund von Anträgen der Einzelmitglieder.
Der Kampf, die Umsetzung der unseligen EU Richtlinie 2017/853 in Landesrecht im Parlament und ggfs. über das Referendum zu verhindern, hat mit Radikalismus rein gar nichts zu tun. PROTELL übt ganz einfach im Auftrag der Mitglieder demokratische Rechte aus und schlussendlich wird das Schweizer Volk an den Urnen entscheiden.
Die Devise des abgetreten Präsidenten – seine persönlichen Gründe für seinen Rückzug, gleich welche diese auch sein mögen, hat man zu respektieren –  prägt PROTELL weiter: Der Ruf „mit uns ist das Waffenrecht nicht verhandelbar“ ist geblieben.

Frau NR Sylvia Flückiger-Bäni,  bitte weiterkämpfen!
Frau NR Sylvia Flückiger-Bäni hat die bewegte Art und Weise, wie der Wandel durch die a.o. GV im Juni 2017  im Albisgütli vollzogen wurde, nicht goutiert. Kritisieren wollen wir sie dafür nicht, es ist ihre persönliche, zu respektierende Sicht.
Festgehalten werden muss jedoch, dass über den Wandel demokratisch abgestimmt wurde. Frau NR Flückiger-Bäni hat PROTELL, vielleicht auch unter dem in der Presse geschürten Eindruck, die Gesellschaft habe sich radikalisiert, vor der GV vom 14.04.2017 verlassen. – An der GV hat es sich aber gezeigt, dass von einer Radikalisierung nicht die Rede sein kann. Trotz ihrem bedauerlichen Austritt zähle ich darauf, dass Frau Flückiger-Bäni, die Umsetzung der Richtlinie 2017/853 bekämpfen wird; schlussendlich geht es um die Sache und das persönliche Engagement und nicht die Zugehörigkeit zu dieser oder jener Organisation.

Waffentragen: nicht konsensfähig, aber man darf es diskutieren
Das Waffentragen für alle entsprechend ausgebildete und sicherheitsrelevant durchleuchtete Bürgerinnen und Bürger, die dies überhaupt wünschen, wird wohl da und dort diskutiert (wieso sollte man dies nicht dürfen?) steht aber nicht im Brennpunkt der Aktualität und ist nicht konsensfähig. Ob zu irgendeinem Zeitpunkt diese Sache Akzeptanz finden wird, steht dahin. Für das PROTELL-Volk ist es jedenfalls gemäss dem GV Beschluss vom  14.04.2018 kein Ziel, für das auf absehbare Zeit gekämpft wird.

Vom fairen Umgang mit politischen Opponenten
Herrn BR Guy Parmelin hat PROTELL die Ehre erteilt, an der GV teilzunehmen, und in seiner Ansprache aktuelle Beschaffungsprojekte der Armee sowie den Standpunkt des Bundesrates zur Umsetzung der Richtlinie 2017/853 darzulegen. Wohl niemand hat im Vorfeld erwartet, dass Herr Parmelin gegen die Position des Gesamtbundesrates Stellung nehmen würde. PROTELL hat also einem „de-facto-Opponenten“ der Ziele von PROTELL, weil er seinen Kollegen ja nicht in den Rücken fallen darf, das Rednerpult zur Verfügung gestellt. Fairer geht es wohl nicht.

Das Sofa ist verwaist, wir stehen im demokratischen Kampf…
Bei PROTELL ist aber nicht „Ruhe“ eingekehrt im Sinne einer Rückkehr zum behäbigen, abwartenden Sofasitzen der „pantouflards“ im alten Vorstand. Vielmehr steht die  Gesellschaft im demokratischen Kampf gegen die Beschränkung der Freiheiten im Waffenrecht. PROTELL muss sich auch nicht „suchen“. Die Reihen sind geschlossen, die Ziele sind klar und der künftige Präsident wird eine Gesellschaft führen dürfen, die den Herausforderungen gewachsen ist

.. und stehen unbeirrt für ein freiheitliches Waffenrecht ein
Journalistinnen und Journalisten, wie Frau Briner, werden weiterhin aus ideologischen Erwägungen „meine PROTELL“, diejenige, die den Werten der Gründer verpflichtet ist, in ein schlechtes Licht rücken. An meiner Entschlossenheit, als Einzelmitglied von PROTELL und auch ausserhalb von ihr, den Kampf gegen 2017/853 mitzutragen, wird es nichts ändern. Die anderen 12500 Mitglieder von PROTELL werden es wohl kaum anders sehen und unbeirrt für ein freiheitliches Waffenrecht einstehen.

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